Beschäftigung von Praktikanten

Gesetzliche Grundlagen

Arbeitszeit, Urlaub, Vergütung: Welche Gesetze, welche Bestimmungen sind im Praktikum zu beachten? Gerade bei Praktika von Schülerinnen und Schülern spielt das Jugendarbeitsschutzgesetz eine wichtige Rolle. Auch Vorschriften zur Sicherheit und des Gesundheitsschutzes müssen beachtet werden.
Arbeitszeiten
Bei der Beschäftigung von Schülerpraktikanten muss das Jugendarbeitsschutzgesetz (Paragrafen 7 und 8 JArbSchG) beachtet werden. Kinder bis 14 Jahre dürfen höchstens sieben Stunden pro Tag (35-Stunden-Woche) und Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren höchstens acht Stunden pro Tag (40-Stunden-Woche) beschäftigt werden. Es liegt aber vor allem im Verantwortungsbereich der Schule, mit dem Betrieb angemessene Rahmenbedingungen zu schaffen, bei denen die altersabhängigen Vorgaben des Jugendarbeitsschutzgesetzes Berücksichtigung finden.
Arbeitsschutz
Der Betrieb muss während des Praktikums für die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und des Gesundheitsschutzes sorgen. Notwendige Belehrungen des Praktikanten in diesem Bereich müssen vor Beginn des Praktikums durchgeführt werden.
Es empfiehlt sich, die Durchführung der Belehrungen zu dokumentieren und vom Praktikanten unterschreiben zu lassen.
Urlaub
Ein Schülerpraktikant hat keinen Anspruch auf Urlaub.
Vergütung
Die Zielsetzung eines Schülerpraktikums ist nicht die Erbringung von Arbeitsleistung, sondern das Kennenlernen eines Unternehmens und eines Berufes. Es besteht kein Anspruch auf Vergütung.